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Camping: ein touristisches Nischenprodukt in der Türkei

Wenn man sich auf www.camping.info auf die Suche nach Campingplätzen in der Türkei macht, dann findet man 103 davon. Auf den ersten Blick gar nicht so wenig, doch bedenkt man die Größe dieses Landes, wird schnell klar: hier steckt noch viel Potential in der Campingbranche.

Die Türkei ist eines der beliebtesten Urlaubsländer in Europa. Dementsprechend ist auch die Verfügbarkeit der Betten und Freizeitmöglichkeiten hoch. Doch die Campingplätze fehlen, wie die Deutsch Türkischen Nachrichten berichten. Natürlich ist die große Entfernung für Wohnwagentouristen ein Hindernis. Dieses Manko hätte auch der Nachbarstaat Griechenland, dennoch sieht es hier anders aus. Wenn wir wieder einen Blick auf die Karte von Camping.Info werfen und uns die Verteilung der Campingplätze ansehen, kann man ca. 80 Campingplätze am Meer finden. Zum Vergleich: die griechische Küste bietet an über 200 Stellen meist hochwertiger Campingmöglichkeiten. Die Küstenlänge des griechischen Festlands beträgt ca. 4.000 km, die Küstenlänge des Festlands der Türkei beläuft sich auf ca. 7.200 km. Hier ist also kein Grund zu finden, warum die Anzahl der Campingplätze in der Türkei um so viel niedriger ist.

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Dilek Camping: Einer der wenigen Campingplätze im Landesinneren der Türkei

Aber nicht nur die Küstengebiete sind in Bezug auf Campingurlaub noch ausbaufähig, auch die Metropole Istanbul bietet noch viel Luft nach oben. Interessanterweise gibt es laut unseren Informationen keinen einzigen Campingplatz direkt am Bosporus. Ein fast untragbarer Zustand für Camper die über den Balkan in die Türkei reisen wollen. Ein uns nicht nachvollziehbarer Umstand, sind es doch gerade die Camper, die viel vom Land sehen wollen, die dortige Kultur schätzen und auch die nötige Finanzkraft mitbringen.

Ob die Türkei wieder zu einem camperfreundlichen Land wird, wie es bereits vor 40 Jahren der Fall war, bleibt abzuwarten. Die Voraussetzungen für genügend Publikum sind jedenfalls vorhanden, fehlt es doch nicht an landschaftlichen und kulturellen Highlights. Jetzt müssten nur noch mehr Campingplätze mit mitteleuropäischen Standards eröffnen und die Türkei würde bald zum attraktiven Campingland. Oder wie seht ihr das?