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Camping Unterwegs mit Caravan Camping und Campingplatz am See und in den Bergen Camping Stellplatz für Wohnwagen am See

Campen dort wo Skandinavien beginnt: Dänemark

In unserer neuen Reihe über das Traumziel vieler Camper, Skandinavien, beginnen wir mit dem südlichsten der vier ausgewählten skandinavischen Länder. Wir berichten nach und nach über die besten Plätze, die schönsten Landschaften und nützlichen Tipps für Camper, die Dänemark, Norwegen, Schweden oder Finnland besuchen wollen.

Nützliche Infos auf dem Weg zum Urlaub

Wer in den Campingurlaub fährt, ist oft damit beschäftigt, sich die Gesetze und Eigenheiten eines Landes zu Gemüte zu führen. Wir informieren hier kurz über die wichtigsten Fakten zur Straßenbenutzung. Wie man vermuten mag, sind die Straßen in Dänemark äußerst gut ausgebaut. Über 70.000 Kilometer Landstraße liegen den Campern zu Füßen. Ergänzt wird das Straßennetz von fast 900 Kilometern Autobahn. Mit dem Wohnwagengespann oder Wohnmobilen mit über 3,5t existiert innerorts eine 50 km/h Beschränkung, außerorts 70 km/h und auf der Autobahn darf man 80 km/h schnell fahren. Eine landesweite Maut gibt es in Dänemark nicht, wobei die Benutzung einiger Passagen wie jene der Storebaelt-Brücke oder Öresund gebührenpflichtig ist. Mit einem Warndreieck, zwei Rückspiegeln und dem obligatorischen Verbandskasten ist man bestens für die Fahrt nach Dänemark ausgerüstet. Wer dann noch mit unter 0,5 Promille, Tagfahrlicht und ohne Handy am Ohr fährt, der macht alles richtig.

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Für Camping geschaffen

In Dänemark gibt es eine traumhafte Vegetation. Auf 406 Inseln und entlang von 7.314 Küstenkilometern warten rund 500 Campingplätze auf die Besucher von nah und fern. Das flache Land ist für Rundreisen perfekt geeignet. Die höchste Stelle die es dabei zu entdecken gibt, liegt auf gerade mal 170 Metern über dem Meeresspiegel, der Møllehøj in den Ejer Bjerge. Die meisten Campingplätze findet man direkt am Meer, meist an langen Sandstränden und oft mit viel Platz für die Camper. Dieser Luxus kann durchaus als günstig bezeichnet werden. Pro Person kommt man teilweise mit 75 Kronen für eine Nacht aus, umgerechnet 10 EUR. Eine weitere Besonderheit der Campingplätze in Dänemark ist die Ausstattung. Große Wasserparks und All-in-One Feriendörfer sind die Ausnahme. Es dominieren vor allem schlichte, sehr saubere und naturnahe Plätze mit dem typischen Camping-Charme. Dieses Angebot sollte man auf alle Fälle in Anspruch nehmen, denn Wildcampen ist in Dänemark nicht erlaubt und wird streng geahndet.

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Was macht man eigentlich in Dänemark?

Die Freizeitgestaltung in Dänemark ist keine Herausforderung. Für alle die Freude an der Bewegung haben, bietet das Land unglaublich viele Möglichkeiten. Die Lage am Meer und der zuverlässige Wind sind ein Grund für viele Surfer das nördliche Inselparadies zu besuchen. Baden ist ebenso möglich, wenn auch etwas kälter als im Süden Europas. Absolut empfehlenswert ist Dänemark für Angler, die hier durchaus den Fang ihres Lebens einholen können. Die flachen Landschaften sind geradezu prädestiniert für Radtouren, die auf 26 „Panorama-Fahrradrouten“ unternommen werden können. Ebenso ist Wandern eine Möglichkeit das Land näher kennen zu lernen. Ein Besuch in den diversen Freizeitparks ist für Familien mit Kindern fast Pflicht. Mit einem Ausflug ins Legoland können auch die Träume von erwachsenen Kindern bestens erfüllt werden.

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Schließlich ist da noch die Hauptstadt, Kopenhagen. Diese Stadt ist durch ihre Schönheit und besonderen Plätzen immer wieder einen Besuch wert. Der Blick auf die kleine Meerjungfrau im Hafen lässt Erinnerungen an die Kindertage erwachen und die königlichen Paläste zeigen die Geschichte der Monarchie auf einen Blick. Ein ganz besonderes Erlebnis bietet der Stadtteil Christiania oder besser, der Staat Christiania. Diese Wohnsiedlung wird als autonome Gemeinde geführt und beeindruckt mit abenteuerlichen Wohnhäusern, alten Militärgebäuden und einer lebhaften Atmosphäre.

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Als abschließenden Geheimtipp, sofern man ihn so nennen mag, möchten wir die Landzunge Grenen ganz im Norden Dänemarks erwähnen. Hier treffen die Nord- und die Ostsee aufeinander und bilden dabei ein sehenswertes Naturschauspiel.

Das Campingland für Kurzentschlossene

Der Weg nach Dänemark ist kein besonders weiter von Deutschland aus. Die Fährverbindungen von Puttgarden oder Rostock sind sehr gut und man ist schnell inmitten der Insellandschaft. Auch über das Festland führen gute Verbindungen in das Landesinnere bis Aalborg und noch weiter. Selbst vom südlichen München aus erreicht man Dänemark in weniger als 10 Stunden Fahrzeit. Es ist also nicht eine Frage des Könnens sondern des Wollens, ob man den nächsten Campingurlaub in einer so wunderbaren Umgebung verbringt.

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Bilder: visitdenmark.de